Deutsch
General Aspects
Optically Stimulated
Thermally Stimulated
Radioluminescence
Measurement Systems

Als Radioluminszenz wird die Emission von Licht in Folge der Wechselwirkung von ionisierender Strahlung bezeichnet. Durch die Kopplung des sensitiven Detektorelementes über Lichtwellenleiter an die das Radioluminszenzlicht nachweisende Messelektronik wird eine Echtzeit-Dosisleistungsmessungen unter komplizierten räumlichen Gegebenheiten ermöglicht.

Durch die Trennung von Sonde und Lichtdetektor kann an Orten mit großer Dosisleistung gemessen werden, ohne das Messpersonal oder die empfindliche Elektronik dieser ionisierenden Strahlung auszusetzen. Anwendungsmöglichkeiten ergeben sich beispielsweise für die Überwachung und Rückbau kerntechnischer Einrichtungen, Strahlenschutzkontrollmessungen in Anlagen zur Erzeugung ionisierender Strahlung sowie im Bereich der in-vivo Dosisleistungsmessung zur Qualitätskontrolle in der Teletherapie und Nuklearmedizin.

Die verwendeten Radiolumineszenz-Sonden zeichnen sich durch ihre kleinen Abmessungen (Durchmesser ca. 2 mm) und ihre hohe Flexibilität aus. Die Signalübertragung vom strahlungssensitiven Volumen zur Auswerteeinheit geschieht rein optisch. Dies verhindert die Beeinflussung elektronischer Komponenten durch ionisierende Strahlung. Das Radiolumineszenzlicht wird mittels Einzelphotonenzählung detektiert. Diese Methode bietet ein hervorragendes Signal-Rausch-Verhältnis und ermöglicht die Messung auch extrem schwacher Lichtsignale.

Aktuelle Arbeiten beschäftigen sich mit der Charakterisierung verschiedener Radiolumineszenz-Leuchtstoffe (z. B. Al2O3:Cr - Rubin), der Korrektion des Stem-Effektes sowie hoch zeitaufgelösten Messungen in gepulsten Strahlungsfeldern.

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Last Update: 09. 12. 2016
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